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Beim Mercedes W203, vor allem bei den frühen Baujahren, ist Rost eine der bekanntesten Schwachstellen. Problematisch ist, dass die Korrosion nicht nur an sichtbaren Karosserieteilen auftreten kann, sondern teilweise auch an tragenden oder sicherheitsrelevanten Bereichen.
Typisch ist, dass der Rost beim W203 zunächst als kleine Lackblase beginnt. Darunter kann die Korrosion bereits deutlich weiter fortgeschritten sein.
Übliche Fundorte für Rost sind:
Neben solchen Bereichen gibt es viele andere Probleme wie die Achsen, Aufnahmen und auch die Bremsleitungen. Der Unterbodenwachs, welcher oft als Schutz dienen soll, kann sich über die Jahre ablösen oder weggespült werden. Da ist also eine regelmäßige Kontrolle wichtig.



Besonders häufig betroffen sind Querlenker, Zugstreben, Traggelenke, Spurstangenköpfe und Stabilisatorlager. Die Gummilager werden weich oder reißen, Kugelgelenke bekommen Spiel. Dadurch verändert sich die Radführung.
Bei den Stabilisatorlagern und Koppelstangen äußert sich Verschleiß meist durch ein deutliches Poltern auf kurzen Unebenheiten. Diese Teile sind vergleichsweise klein, verursachen aber oft erstaunlich deutliche Geräusche.
Zusätzlich sollte man beim W203 die Federn kontrollieren. Bei älteren Fahrzeugen können Schraubenfedern korrodieren und im unteren Bereich brechen. Ein Federbruch ist teilweise erst bei genauer Kontrolle zu erkennen.
Die 5G-Tronic im Mercedes W203 ist grundsätzlich langlebig. Probleme entstehen häufig durch Elektronik, Drehzahlsensoren, undichte Stecker oder mangelnde Wartung. Werden erste Symptome früh erkannt, muss nicht automatisch das komplette Getriebe ersetzt werden.
Ein häufiges Symptom sind ruckartige Gangwechsel, besonders beim Anfahren oder beim Wechsel zwischen den unteren Gängen. Teilweise schaltet das Getriebe verzögert oder hält einen Gang ungewöhnlich lange.
Mögliche Ursachen sind verschlissenes oder zu altes Getriebeöl, Probleme im Schaltschieberkasten oder Fehler in der elektronischen Ansteuerung.
Eine bekannte Schwachstelle ist die Leiterplatte im Getriebe. Darauf sitzen unter anderem die Drehzahlsensoren, deren Signale für die Schaltsteuerung benötigt werden.
Bei einem Defekt kann das Getriebe falsche Werte erkennen und in den Notlauf wechseln. Dann steht häufig nur noch ein Gang zur Verfügung und das Fahrzeug schaltet nicht mehr normal.

Bei bestimmten Motorvarianten lohnt sich jedoch ein genauer Blick auf den Steuertrieb. Besonders beim M271 können Steuerkette und Kettenräder zu einer teuren Schwachstelle werden, wenn erste Warnzeichen übersehen werden.
Besonders bekannt sind Probleme beim M271-Benzinmotor, der unter anderem im C180 Kompressor und C200 Kompressor eingesetzt wurde.
Mit zunehmender Laufleistung können sich die Steuerkette längen und die Kettenräder verschleißen. Dadurch stimmen die Steuerzeiten nicht mehr exakt.
Wird das Problem ignoriert, kann die Kette überspringen. Im ungünstigsten Fall können Ventile und Kolben beschädigt werden, dann wird aus einer vergleichsweise überschaubaren Reparatur schnell ein größerer Motorschaden.
Bei Benzinmotoren können unter anderem Zündspulen, Luftmassenmesser, Kurbelgehäuseentlüftung und Sensoren Probleme verursachen. Die Symptome reichen von unrundem Lauf bis hin zu Leistungsverlust und erhöhtem Verbrauch.
Bei den CDI-Dieselmotoren sind vor allem Injektoren, AGR-System und Luftmassenmesser typische Problemstellen. Undichte Injektoren erkennt man häufig an schwarzen, teerartigen Ablagerungen rund um den Injektorsitz.