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Oft stellt sich die Frage: Wie gut ist gebraucht wirklich? Und besonders wichtig: Wann sollte ich auf „Neu“ setzen?
Eine Sache, die gebrauchte Teile ausmacht, ist, dass es gebrauchte Teile sind. Gebrauchsspuren sind in der Regel nicht schlimm, oft nur oberflächliche Kratzer, Schrammen oder Unregelmäßigkeiten.
Das ist nichts, wofür man die Teile nicht kaufen sollte, zudem die neuen Teile sehr viel teurer sind als die gebrauchten Gegenüber.
Bei Verschleißteilen ist es jedoch etwas anderes. Das bedeutet, dass Teile wie Bremsscheiben, Bremsbeläge oder Wasserpumpen nicht als Gebrauchtteil gekauft werden sollten. (Ausnahmen sind natürlich, wenn die Teile original verpackt sind.)
Da man nie weiß, wie die Besitzer der Spendenfahrzeuge gefahren sind, kann man nicht darauf vertrauen, dass die Bremsbeläge oder Bremsscheiben gleichmäßig und gesund heruntergefahren wurden.
Wasserpumpen sind ähnlich. Da diese oft verschleißen oder durch Überhitzung beschädigt werden, können wir nicht garantieren, ob sie in Ordnung sind oder nicht.
Zusätzlich dazu wissen wir nicht, ob und wann die Wasserpumpe das letzte Mal erneuert wurde.
Nicht immer muss ein defektes Bauteil durch ein Neuteil ersetzt werden. Gerade bei älteren Fahrzeugen kann ein geprüftes gebrauchtes Originalteil die wirtschaftlich sinnvollere Lösung sein.
Das gilt besonders dann, wenn der Preis eines Neuteils in keinem vernünftigen Verhältnis mehr zum Fahrzeugwert steht. Auch bei Karosserieteilen, Scheinwerfern, Steuergeräten, Schaltern, Motoren, Getrieben oder Innenausstattung können gebrauchte Originalteile eine gute Alternative sein.
Ein weiterer Vorteil: Das gebrauchte Teil stammt häufig direkt vom Fahrzeughersteller und passt deshalb oftmals besser als ein günstiges Nachbauteil. Gerade bei elektronischen Bauteilen ist es jedoch wichtig, Teilenummer, Ausstattung und gegebenenfalls Codierung genau abzugleichen.